Trends – ein Ausflug in den Minimalismus

Minimalismus und der Einfluss auf die Mode 

Nach meiner langen Schreibpause möchte ich meinem Blog rund um das Thema Mode, Lifestyle, Schmuck, Nachhaltigkeit und andere schöne Dinge wieder etwas Leben einhauchen. Tatsächlich treibt mich eines gerade besonders um: Trends. Alles was sich Trend nennt, zum Trend ernannt wird oder gerade Trendy ist. Meine „Restart“ Blogartikelserie wird sich daher um das Thema Trends drehen. Ich werde mich mit unterschiedlichen Trends befassen, den Zeitgeist beleuchten und Megatrends auf den Grund gehen.

Was ist eigentlich ein Trend?

Laut Wikipedia ist ein Trend (englisch: to trend = in eine bestimmte Richtung verlaufen) ein Instrument zur Beschreibung von Veränderungen und Strömungen in allen Bereichen der Gesellschaft.

Oft assoziieren wir, die wir uns mit Lifestyle und schönen Dingen beschäftigen, mit dem Wort Trend automatisch Modetrends. Doch Modetrends bleiben meist an der Oberfläche, halten oft nur eine Saison und wurden aus kommerziellen Gründen von Marketing Experten inszeniert, um Konsumenten für neue Produkte zu begeistern. Bei Modetrends handelt es sich daher tendenziell nicht um eine nachhaltige Veränderungen oder Strömungen, sondern um kurzweilige, wenn auch zum Teil spannende Marketing Phänomene.

Trotzdem gibt es auch bei Modetrends Ausprägungen, die nachhaltiger und langfristiger wirken. Hierbei spricht man dann von sogenannten Key-Trends oder sogar Megatrends. Ich werde darauf in einem der nächsten Blog-Beiträge eingehen. In meinem Artikel „Dresscode Athleisure“ habe ich über den Trend von alltagstauglicher Sportkleidung geschrieben, der bereits seit einigen Jahren andauert und auch weiter bestehen bleiben wird. Es ist nicht nur ein einfacher Modetrend, sondern ein Lebensgefühl und auch eine Lebenseinstellung.

Heute möchte ich mich mit einem weiteren, prägnanten Trend beschäftigen, den ich gerade im Selbstversuch teste.

Angefangen hat es damit, dass ich mich im Zuge meiner Labelentwicklung intensiv mit Resourcen, sozial verträglichen Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit beschäftigt habe. Meine Überzeugung, dass dies ein wichtiger Pfeiler für meine Marke ist, hat mich mein eigenes Verhalten auf den Prüfstand stellen lassen. Meine Erkenntnis: ich wollte noch mehr tun und einfach weniger shoppen und auch weniger besitzen.

Letztes Jahr, als ich meinen Koffer für eine dreimonatige Reise packen wollte, machte ich kurzen Prozess. Während ich meine Klamotten zusammen suchte, Kombinationsmöglichkeiten durchgespielt hatte, nutzte ich die Gelegenheit und habe alle Kleidungsstücke rigoros aussortiert. Auf meiner Reise wollte ich keinen riesigen Koffer mitschleppen, sondern gerade so viel wie ich selber gut tragen konnte. Dasselbe Prinzip müsste doch auch mit meinem Kleiderschrank möglich sein?! Wie gesagt so getan. Ich füllte einen (oder waren es zwei? :-)) großen Sack mit all den Kleidern, Hosen, Pullis, Jacken, Shirts, Blusen, die ich aus bestimmten Gründen selten angezogen hatte. Bei einigen Sachen war ich nicht sicher, daher blieb der Sack zuerst ein paar Wochen auf dem Speicher stehen. In dieser Zeit habe ich keines dieser Teile vermisst. Unglaublich! Es war ein wahnsinnig befreiendes Gefühl. Seitdem kenne ich den Inhalt meines Kleiderschranks genau und entscheide mich schnell für den Look von heute.

Nachdem ich dieses sehr befriedigende Erlebnis hatte, habe ich mich gefragt, ob es nur mir so geht und wollte mehr zu diesem Thema herausfinden. Ich recherchierte ob sich mein persönlicher Mikrotrend auf einen Makrotrend übertragen ließe, sprich gibt es einen Trend, eine Strömung, die das gute Gefühl „Weniger ist Mehr“ versinnbildlicht? Im Prinzip habe ich es schon gesagt…Minimalismus

Minimalismus als Lebensstil heißt: bewusster Verzicht, um Platz für das Wesentliche zu schaffen. 

 

Ein Ausflug: Minimalismus und der Einfluss auf die Mode 

Der Begriff Minimalismus stammt ursprünglich aus der Kunst und der Architektur. Ziel ist, mit wenigen stilistischen Mitteln ein Gesamtkunstwerk zu kreieren. Dabei kommt es darauf an – ebenso wie im gleichnamigen Modestil – die richtigen Elemente geschickt miteinander zu kombinieren und dabei so dezent und minimalistisch wie möglich zu bleiben. Die Key-Wörter im Minimalismus sind kombinieren, dezent, pur.

In der minimalistisch geprägten Mode werden vor allem Kleidungsstücke in klaren Schnitten und Formen und wenig Accessoires verwendet. Der pure Modestil braucht das richtige Stück kombiniert mit einem einzigen Accessoire. Es ist eine Form der Reduktion, die uns durchaus vor Herausfoderungen stellen kann. Der Modestil ist meist geprägt von klaren und experimentellen Schnitten, die in einfachen und sehr dezenten Farben gehalten sind.

Allen voran hat die skandinavische Modeindustrie es geschafft ihren den Stil des Minimalismus in der Mode einzufangen und einen neuen Trend zu schaffen: minimalistisch, klare Linien, pures Design sind die typische Handschrift für den Stil der nordischen Länder. Zeitloses Design. Zalon, der Online-Modeberater von zalando, hat hierzu einen Artikel geschrieben, indem verschiedene skandinavische Marken und Designs gezeigt werden. Mehr erfahren: https://www.zalon.de/ztories/welcher-kleidungsstil-passt-zu-mir-skandinavische-modemarken/

Bei meiner Entdeckungsreise rund um meinen minimalistischen Trend habe ich unter anderem das niederländische Label Vanilia für mich entdeckt. Tolle Mode, klare, umkomplizierte Schnitte, angenehme Stoffe hergestellt in eigner Produktion in der Türkei.

Wenn ihr noch mehr Marken kennt und empfehlen könnt, die diesen reduzierten, minimalistischen Stil zeigen, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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